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Diese Forderung von Jugend im Landtag unterstützen wir von Grüner Seite ausdrücklich und werden uns für geschlechterneutrale und inklusive Toiletten als Ergänzung zu bisherigen Sanitäranlegen einsetzen.
Die Linke befürwortet geschlechtsneutrale Sanitäranlagen in öffentlichen Gebäuden. Dies ist ein Beitrag zur Inklusion von trans, inter und nicht-binären Menschen sowie zur Enttabuisierung von Geschlechtervielfalt. Die Umrüstung muss mit angemessener Finanzierung erfolgen.
Die verpflichtende Einrichtung geschlechtsneutraler Sanitäranlagen in Gebäuden des Landes und der Kommunen wäre ein wichtiges Signal für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Vielfalt. Geschlechtsneutrale Toiletten tragen dazu bei, Diskriminierung und Ausgrenzung zu verringern und schaffen sichere Räume für non-binäre, inter- und trans*Personen. Öffentliche Einrichtungen sollen Orte sein, an denen sich alle Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität respektiert und geschützt fühlen können.
Wir begrüßen die Initiative zur stärkeren Berücksichtigung geschlechtsneutraler Sanitäranlagen in öffentlichen Gebäuden, als wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe. Insbesondere der Abbau von Barrieren und Diskriminierung im öffentlichen Raum ist ein zentrales Anliegen, das wir ausdrücklich unterstützen. Die Einführung von Unisex-Sanitäreinrichtungen sollte daher sinnvoll in ein umfassendes Konzept integriert werden. Wir befürworten geschlechtergerechte Lösungen, einschließlich Unisex- und Frauenurinalen sowie einer angemessenen Ausstattung mit Hygieneartikeln. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, bestehende Ungleichheiten abzubauen und die Nutzung öffentlicher Toiletten für alle Menschen angenehmer und zugänglicher zu gestalten. Dazu gehören auch barrierefreie und inklusive Angebote (wie z. B. das Projekt „Toiletten für alle. Insgesamt unterstützen wir die Zielrichtung der Forderung, sehen jedoch die Notwendigkeit, diese in eine ganzheitliche Strategie zur Verbesserung der öffentlichen Sanitärversorgung einzubetten.
Die Einrichtung von geschlechtsneutralen oder Unisex-Toiletten ist einfach nur logisch. Es gibt mehr als zwei Geschlechter. Es sollte mehr als zwei Toilettenräume geben. Wir haben uns daher schon für die Aufnahme von All-Gender-Toiletten in das Musterraumprogramm ausgesprochen, um in Schulen mit einem guten Beispiel voranzugehen. Für Neubauten und Toilettensanierungen in öffentlicher Hand sprechen wir uns dafür aus, diese von Anfang an verpflichtend mit einzuplanen und auch im Altbestand muss hier nachgezogen werden.
Aus Sicht der SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag ist die Einführung geschlechtsneutraler bzw. Unisex-Sanitäranlagen Ausdruck einer modernen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik. Übertragen auf den öffentlichen Raum bedeutet dies: Öffentliche Infrastruktur muss inklusiv gestaltet werden. Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich daher dafür ein, Barrieren – auch für queere und nichtbinäre Menschen – abzubauen. Konkrete Fortschritte wären möglich bei landeseigenen Liegenschaften wie Hochschulen, Gerichtsgebäuden oder Behördenzentren sowie in kommunalen Einrichtungen: Rathäuser, Schulen, Sporthallen, Schwimmbäder oder Kulturzentren. Besonders bei Neubauten und Sanierungen sollte verbindlich vorgesehen werden, zusätzlich zu bestehenden Anlagen geschlechtsneutrale Sanitärbereiche einzurichten. Mit dem Antrag „Sensibilität für queere Vielfalt an Schule fördern“ (Drucksache 20/4106) im Februar 2026 haben wir uns für die Aufnahme von Unisex-Toiletten in das Musterraumprogrammstark gemacht. Damit verbindet die SPD Schleswig-Holstein den Anspruch, öffentliche Räume sicher, diskriminierungsfrei und alltagstauglich für alle Menschen zu gestalten, ohne dabei ein Gefühl der Unsicherheit entstehen zu lassen.