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Der Schleswig-Holsteinische Landtag wird aufgefordert, FLINTA*-Personen sollen in der Jugendpolitik mehr zu fördern. Dies soll sowohl durch gezielte Anwerbung, mehr Repräsentation durch FLINTA*-Quotierungen als auch durch die Schaffung sicherer Räume für FLINTA*-Personen geschehen und weiteren Maßnahmen geschehen.
Wir Grüne stehen für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft, die alle Geschlechter und Lebensweisen gleichermaßen akzeptiert und unterstützt. Mit dem Aktionsplan Echte Vielfalt haben wir ein Instrument, dass queeres Leben in Schleswig-Holstein in allen Lebensphasen und jedem Alter sichtbar macht und entsprechende Angebote vernetzt und fördert. Aktuell erarbeiten Landesregierung unter Federführung des Sozialministeriums, Zivilgesellschaft und queere Community eine Fortschreibung und Aktualisierung des Aktionsplans Echte Vielfalt. Wir werden die Anregungen von JiL in diesem Prozess einbringen.
Die Linke unterstützt gezielte Förderung von FLINTA* Personen in der Jugendpolitik, etwa durch Quoten, Mentoring-Programme und sichere Räume. Wir brauchen eine geschlechtergerechte und diverse Jugendpolitik, die alle Lebensrealitäten berücksichtigt.
Unser aller Ziel sollte eine gleichberechtigte Gesellschaft sein, in der alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben und ein sicheres Leben führen können, ohne zum Beispiel aufgrund ihres Geschlechts oder sexueller Orientierung diskriminiert zu werden. Dieses Ziel ist leider immer noch nicht erreicht, weswegen wir Programme zur Förderung von Diversität und Gleichberechtigung unterstützen. Eine weitere Möglichkeit ist die Einführung einer Genderquote.
Die Gleichberechtigung aller Geschlechter und FLINTA* Förderung sind ein essenzieller Bestandteil unserer Politik. Wir sind der Überzeugung, dass die Rechte von Frauen und anderen diskriminierten Gruppen in der Politik mehr gehört, aber auch personell vertreten werden müssen. Strukturelle Benachteiligungen müssen abgebaut werden und unterrepräsentierte Gruppen stärker politisch beteiligt werden, um Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken. Wir stehen für eine verbindliche Quotierung von mindestens 50 Prozent Frauen ein und setzten diese bereits praktisch um. So liegt unser Frauenanteil innerhalb der Fraktion am höchsten, mit 62 Prozent. Leider ist dies deutlich über den Durchschnitt des deutschen Bundestages. Mögliche Quotierungen sind daher auch in der Jugendpolitik wünschenswert. Sichere Räume für FLINTA*- Personen können ebenfalls mögliche Hürden für eine Beteiligung an der gesellschaftlichen Debatte abbauen, um mehr Engagement zu fördern. https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/unsere-ziele/frauen/ https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/fachtexte/frauen-in-fuehrungspositionen/
Einiges funktioniert schon gut in Schleswig-Holstein. Der Landtag hat 2022 eine kinder- und jugendpolitische Strategie beschlossen. Diese wird seitdem in einem partizipativen Prozess über die Legislaturperiode erarbeitet. Aber auch wir sind der Meinung, dass das Land bei der politischen Kinder- und Jugendförderung nicht nachlassen darf. FLINTA* gehören dabei besonders in den Blick genommen. Spezifische Förderangebote wollen wir mindestens aufrechterhalten, aber eher ausbauen.
Wir unterstützen diesen Beschluss von Jugend im Landtag. FLINTA*-Personen müssen in der Jugendpolitik gezielt stärker gefördert werden. Wer politische Teilhabe ernst meint, darf sich nicht damit zufriedengeben, dass bestimmte Perspektiven strukturell unterrepräsentiert bleiben. Aus Sicht der SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag ist eine gerechte und inklusive Jugendpolitik untrennbar mit Geschlechtergerechtigkeit und der gezielten Förderung von FLINTA*-Personen verbunden. Wir verstehen Jugendpolitik als grundsätzlich „emanzipatorisch“ und setzen uns dafür ein, bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten aktiv abzubauen. Wir setzen uns dafür ein, dass junge Menschen diskriminierungsfrei politisch aktiv sein können, beispielsweise durch entsprechende Förderung von Jugendzentren, Awareness-Konzepten und Schutzstrukturen gegen Sexismus und Gewalt. Sichere Räume sind dabei Voraussetzung für echte Teilhabe. Diese dürfen nicht allein auf Großstädte und größere Orte beschränkt sein, sondern müssen flächendeckend als Safespace zur Verfügung stehen. Ohne Moos nix los: Wir setzen uns dafür ein, dass Institutionen wie lambda::nord und HAKI durch finanzielle Absicherung durch das Land Schleswig-Holstein ihre wichtigen Beiträge zu einer vielfältigen gesellschaftlichen Lebenswelt leisten können. Insgesamt verfolgen wir das Ziel, strukturelle Barrieren abzubauen, Beteiligung verbindlich zu sichern und feministische Perspektiven in der Jugendpolitik systematisch zu verankern.