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JiL_2025_01_76 Jugend fördern!, Arbeitskreis 2

"Jugend fördern!"

Der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Landesregierung werden aufgefordert, dass sich Land dazu verpflichtet, mehr in junge Menschen zu investieren:
- Ausbau von öffentlichen Sportplätzen, Vergünstigung von und Kultur- und Freizeitangeboten, Kostenlose Kultur- und Freizeitangebote,
- Sanierung und bessere Ausstattung von Schulen,
- Orte fördern und schaffen, an denen sich junge Menschen/Jugendliche aufhalten und aufhalten wollen,
- Förderung von Sport und anderen Freizeitaktivitäten, denn jeder, unabhängig von sozialem Umfeld und finanzieller Lage, muss Hobbys wie z. B. Sport haben können.

Generationengerechtigkeit ist ein Kernthema der Grünen. Das beginnt bei der Bildung und hört bei der Rente nicht auf. Die aktuelle Landesregierung gibt so viel Geld in das Kitasystem, wie keine vor ihr. Mit dem aktuellen Bildungspaket (Kita, Ganztag, Unterrichtsversorgung über 100%, Azubiwerk) setzen wir einen weiteren Schwerpunkt auf die Förderung und Unterstützung jungen Menschen. Zudem ist die institutionelle Förderung von Jugendverbänden und Jugendfreizeitstätten oder Sportvereinen ein wichtiger und regelhafter Baustein im Landeshaushalt. Auch bei der Umsetzung der zusätzlichen Infrastrukturmitteln des Bundes (LuKiF) setzen wir einen Schwerpunkt auf Jugendfreizeitstätten.

Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Linke fordert massive Investitionen in die Jugend: bessere Schulen, Sanierung von Sportstätten, kostenlose Kultur- und Freizeitangebote, Jugendzentren und Räume zum Aufhalten. Jede*r junge Mensch muss die gleichen Chancen haben, unabhängig von der sozialen Herkunft.

Lorenz Gösta Beutin, Landesgruppensprecher der schleswig-holsteinischen Abgeordneten der Linken im Bundestag

Es ist wichtig jungen Menschen öffentliche Räume bereitzustellen, in denen sie sich frei entfalten und entwickeln können. Dazu gehören Sportplätze, gut zugängliche Kultur- und Freizeitangebote, Schulen sowie Orte, an denen sich Jugendliche unkompliziert treffen und austauschen können, ohne dabei unter Konsumzwang zu stehen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage der Chancengerechtigkeit. Hobbys und Sportangebote bleiben für Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien oft schwieriger erreichbar. Deshalb ist es entscheidend, dass diese Orte öffentlich finanziert und für alle zugänglich sind, unabhängig von den finanziellen Mitteln der Familien. Solche öffentlichen Räume sind wichtige Orte des zwischenmenschlichen Austauschs und der sozialen Teilhabe. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Lebensbereiche digitalisiert werden, ist es besonders wichtig, analoge Begegnungsräume zu erhalten und gezielt zu fördern.

Nina Scheer, Landesgruppensprecherin der schleswig-holsteinischen Abgeordneten SPD im Bundestag

Hier verweisen wir auf die Antwort des SSW auf den Beschluss des: Arbeitskreis 2 -JiL_2025_01_79 Neu Förderprogramm für jugendgerechte Räume

SSW-Landtagsfraktion

Aus unserer Sicht ist es essenziell Bildungsangebote und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gezielt zu stärken und Orte für Begegnungen zu schaffen. Daher setzten wir uns dafür ein, dass junge Menschen unabhängig von der finanziellen Situation Zugang zu Sport, Kultur und anderen Freizeitangeboten haben können. Unter dem Aspekt der Chancengerechtigkeit, sind also Investitionen in einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr, Bildung und Kultur wichtig für soziale Teilhabe. Um vor Ort unterschiedliche Angebote finanzieren zu können, müssen Kommunen gestärkt werden, um Projekte stemmen zu können. Kommunen stark machen, dafür stehen wir ein, wieviel Finanzierung das Land genau den Kommunen zur Verfügung stellen kann für solche Angebote, liegt in seinem Ermessensbereich.

Denise Loop, Landesgruppensprecherin der schleswig-holsteinischen Abgeordneten Grüne im Bundestag

Wir als SPD-Landtagsfraktion fordern, Jugendförderung konsequent in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Chancen auf Bildung, Sport und Freizeit dürfen nicht vom Zufall, vom Wohnort oder vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Dazu gehört erstens, Schulen endlich zu sanieren und besser, vor allem moderner, auszustatten. Bildung ist der Schlüssel zu sozialer Teilhabe. Deshalb muss auch das Investitionsdefizit bei den Schulen in Schleswig-Holstein in Höhe von 12 bis 16 Milliarden Euro endlich angegangen werden. Da die Kommunen diese Aufgabe nicht allein schultern können, schlagen wir die Gründung einer landeseigenen, rechtlich selbstständigen Gesellschaft „Bildungsbau Schleswig-Holstein“ (BiBa.SH) vor. Die Idee: BiBa.SH soll Kommunen freiwillig anbieten, Neubau, Sanierung und Betrieb von Schulgebäuden zu übernehmen. Zentrale Vorteile wäre die Bündelung von Fachwissen, standardisierte Lösungen und die Möglichkeit, unabhängig von der Schuldenbremse Kredite aufzunehmen. Dazu gehört zweitens, Räume zu schaffen, in denen junge Menschen sich gerne aufhalten. Wir wollen mehr Orte jenseits von Zuhause und Schule, geöffnete Räume für soziale, kulturelle und sportliche Zwecke sowie lebendige Quartiere, die die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aufgreifen. Junge Menschen dürfen nicht aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden, sondern sollen ihn aktiv mitgestalten. Dazu gehört drittens, Sport und Kultur als Teil öffentlicher Daseinsvorsorge zu begreifen. Kultur- und Sportangebote schaffen Identifikation und Austausch und müssen für ALLE jungen Menschen zugänglich sein. Deshalb muss stärker in öffentliche Sport- und Freizeitinfrastruktur investiert und der Zugang unabhängig von der finanziellen Lage ermöglicht werden. Mit unserem Alternativantrag zur Jugendbeteiligung im Februar haben wir außerdem klargemacht, dass junge Menschen dort mitsprechen und mitbestimmen müssen, wo Entscheidungen ihr direktes Lebensumfeld betreffen. Deshalb unterstützen wir die Forderung, mehr in Jugendliche zu investieren: in gute Schulen, in Sport- und Freizeitangebote, in Treffpunkte und in echte Teilhabe. Jugend fördern heißt für uns, der jungen Generation nicht nur etwas zuzutrauen, sondern wir stehen in der Verantwortung auch die Mittel, Räume und Chancen dafür zu geben.

SPD-Landtagsfraktion

Die CDU-Fraktion Schleswig-Holstein erkennt die Wichtigkeit von Investitionen in die Jugend und somit Zukunft unseres Landes an. Der Ausbau von öffentlichen Sportplätzen, Freizeit- und Kulturangeboten muss bedarfsorientiert und kommunal gesteuert sein. Kostenlose Angebote sollen sich dabei gezielt an bestimmt Gruppen richten und nicht flächendeckend für alle sein. Die Sportstättenförderung sowie die Unterstützung für Vereine sind tragende Säulen des Angebots für Kinder und Jugendliche. Die Sanierung und Ausstattung von Schulen sind ständige Priorität, um die Bildungsinfrastruktur in unserem Land zu verbessern. Konkret umgesetzt wurden dabei Programme zur Schulsanierung und -modernisierung, sowie der DigitalPakt-Schule. Ebenso gibt es zusätzliche Landesmittel für die IT-Ausstattung und Lehr- und Lernmittel. Eine stetige Weiterentwicklung ist wesentlich für zeitgemäße Ausstattung für Unterricht. Orte für Jugendliche müssen in der Kommune vor Ort entstehen und können nicht vom Land vorgegeben werden. Dabei wird die Stärkung bestehender Strukturen priorisiert und die offene Jugendarbeit, kommunale Jugendzentren, freie Träger und Programme zur Jugendbeteiligung werden durch das Land gefördert. Angebote für Jugendliche, wie Sport und weitere Hobby müssen die Teilhabe aller ermöglichen. Dabei setzt die CDU auf gezielte Förderung statt Pauschalisierung. It dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) unterstützt das Land Kinder aus einkommensschwachen Familien. Die Unterstützung muss dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht wird.

CDU-Landtagsfraktion

Siehe Stellungnahme zum Beschluss "Förderprogramm für jugendgerechte Räume" Zudem: Für die FDP-Landtagsfraktion ist entscheidend, dass zielgerichtete Investitionen in Angebote für junge Menschen der gesamten Zielgruppe offenstehen – unabhängig vom sozialen Umfeld, vom Wohnort und von der finanziellen Situation der Familie. Deshalb ist es richtig, Sport-, Kultur- und Freizeitangebote bedarfsgerecht auszubauen und Orte zu schaffen, an denen sich Jugendliche gern aufhalten und einbringen können. Dabei muss immer auch das Ziel gleichwertiger Strukturen in Stadt und Land im Blick stehen. Moderne und gut ausgestattete Schulen sind dabei ein Schlüssel für eine erfolgreiche Bildungs- und Jugendpolitik. Wer in junge Menschen und kommende Generationen investieren will, muss Schulen als Erfahrungsort für die Wissensvermittlung, aber auch als sozialen Raum für Interaktionen, Kohärenz und Zusammenarbeit ernst nehmen und entsprechend gestalten.

FDP-Landtagsfraktion