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Der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Landesregierung werden aufgefordert, Projekte wie IDA (an der Ida-Ehre-Schule) zu fördern, in dem Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Unterricht in Zusammenarbeit mit Lehrkräften erarbeiten können.
Die Linke unterstützt innovative Schulprojekte wie IDA, die Schüler*innen mehr Selbstbestimmung und Mitverantwortung ermöglichen. Solche Projekte sollten gefördert und ausgeweitet werden, denn sie stärken Demokratiekompetenz und Motivation.
Wir GRÜNE begrüßen innovative Schulentwicklungsprojekte ausdrücklich. Dafür haben Schulen und Schulträger bereits heute Gestaltungsspielräume – und mit der in dieser Legislaturperiode eingeführten Experimentierklausel im Schulgesetz haben wir diese Möglichkeiten auch noch einmal erweitert. Gleichzeitig glauben wir, dass jede Schule sich bei der Gestaltung von Schule stärker an den Interessen von Schüler*innen orientieren sollte.
Fakt ist, dass die Bildungspolitik im Föderalismus alleinige Länder Verantwortung ist. Allerdings begrüßen wir Sozialdemokraten innovative Projekte wie an der IDA-Ehre-Schule in Bad Oldesloe ausdrücklich, weil dadurch eine partizipative Form der Unterrichtsgestaltung praktiziert wird, bei der Schülerinnen und Schüler aktiv an der Erarbeitung ihrer Lerninhalte mitwirken. Im Schleswig-Holsteinischen Landtag werden regelmäßig Forderungen nach mehr Mitbestimmung und modernerer Unterrichtsgestaltung laut, weshalb die Landesregierung von CDU und Grünen diese „Leuchtturm-Projekte“ wie in Bad Oldesloe nicht nur ideell, sondern jetzt auch personell und finanziell unterstützen sollte, um sie auf andere Schulen übertragbar zu machen.
Wir als SSW-Fraktion sind große Befürworterinnen, wenn es um Projektarbeit an Schulen geht. Und damit meinen wir an allen Schulen. In Skandinavien und vor allem an dänischen Schulen, auch bei uns im Landesteil, wird dies rege praktiziert. Für alle Beteiligten ist es oftmals mit viel Elan, aber auch mit Begegnungen auf einer anderen Art verbunden, da das Lernen in einem anderen Kontext stattfindet. Wir haben große Sympathie für den hier gestellten Antrag und werden diesen intern weiter beraten und diesen Aspekt gegebenenfalls mit in die Haushaltsberatungen integrieren.
Als Bündnis 90/Die Grünen setzen wir uns im Bundestag dafür ein, dass Bildung stärker an Potenzialen, Talenten und Interessen von jungen Menschen ausgerichtet wird. Das bedeutet auch neue Lehrformate fördern und Schüler*innen mehr Eigenverantwortung zu ermöglichen. Schulen müssen bei der Entwicklung solcher innovativen pädagogischen Ansätze unterstützt werden. Daher begrüßen wir die Forderung junge Menschen stärker an der Gestaltung ihres eigenen Lernens zu beteiligen. Wie dies allerdings konkret gestaltet werden kann, und ob konkrete Projekte gefördert werden können, kann nur auf kommunaler Ebene getroffen werden.
Die tollen Konzepte der Ida-Ehre-Schule, zum Beispiel das IDA-Band, sind im Rahmen der aktuellen Regelungen bereits möglich. Letztlich ist das eine Freiheit, die nicht die Kommune Bad Oldesloe, sondern konkret die Ida-Ehre-Schule für sich in Anspruch nimmt. Wichtig ist, dass Schulkonferenzen wissen, was sie alles beschließen können und dass an Schulen ein Geist des Entwickelns und des Vorankommenwollens herrscht. Insofern fehlt es nach unserer Auffassung weniger an der Freiheit, sondern eher an den Ressourcen und manchmal an dem inneren Aufbruchswillen einer Schule, solche Entwicklungen stattfinden zu lassen. Das hat viel mit Schulkultur zu tun, die wir uns als Arbeitsschwerpunkt vorgenommen haben.
Partizipation im Unterricht kann Motivation, Eigenverantwortung und Verständnis für Lernprozesse deutlich stärken. Wenn Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften Unterrichtseinheiten entwickeln, lernt man nicht nur Inhalte, sondern auch Zusammenarbeit, Kritikfähigkeit und demokratische Aushandlung. Schulen sollten solche Formate im Rahmen ihrer Möglichkeiten nutzen können. Die Landesregierung ist hier in der Pflicht, durch Fortbildungen und Materialpools eine gute Praxis zu ermöglichen.
Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt innovative pädagogische Konzepte, die Schülerinnen und Schüler stärker in die Gestaltung ihres Lernprozesses einbeziehen. Neue Unterrichtsformen können dazu beitragen, Motivation, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass Schulen die Möglichkeit haben, pädagogische Konzepte weiterzuentwickeln und neue Wege des Lehrens und Lernens zu erproben. Schleswig-Holstein ermöglicht Schulen bewusst ein hohes Maß an Flexibilität und Eigenverantwortung bei der konkreten Gestaltung von Unterricht und Schulprofilen. Innerhalb der geltenden Bildungsstandards, Fachanforderungen sowie Leistungs- und Prüfungsregularien können Schulen eigene Schwerpunkte setzen und innovative Ansätze umsetzen. Dabei ist entscheidend, dass bei allen pädagogischen Konzepten die Qualität des Unterrichts, die Vermittlung fachlicher Kompetenzen sowie die Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen gewährleistet bleiben. Schulen benötigen hierfür verlässliche Rahmenbedingungen, engagierte Lehrkräfte und ausreichend Gestaltungsspielräume.